Ein Dank an alle Wahlhelfer
Burg | 19 Tage sind seit der Wahl zum 21. Landtag von Sachsen-Anhalt vergangen. Seitdem wurde viel über das Wahlergebnis gesprochen und geschrieben. Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen beschäftigten sich mit Zahlen, Kandidatinnen und Kandidaten, Parteien und möglichen politischen Zukunftsszenarien.
Doch bei all diesen Berichten geriet eines leicht aus dem Blick: die Menschen, die diese Wahl überhaupt erst möglich gemacht haben.
Menschen, die ihre Freizeit zur Verfügung stellen, Verantwortung übernehmen und ehrenamtlich dafür sorgen, dass Wahlen ordnungsgemäß durchgeführt werden: die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer.
Ihnen möchte die Stadt Burg 19 Tage nach der Landtagswahl und nach den zahlreichen Berichten über das Ergebnis und die Zukunft unseres Landes ganz bewusst einmal Danke sagen.
Danke für Ihre Bereitschaft.
Danke für Ihre Zeit und Ihre Freizeit.
Danke für Ihr Engagement.
Und danke für Ihren Beitrag zu unserem demokratischen Gemeinwesen.
Denn eine Wahl ist mehr als das Setzen eines Kreuzes, das Falten eines Stimmzettels und dessen Abgabe in einer Wahlurne.
Eine Wahl ist ein organisatorischer Prozess, der sich über viele Monate erstreckt. Neben der Aufstellung von Kandidatinnen und Kandidaten und dem politischen Wettbewerb gehört dazu auch etwas, das in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vorkommt: die Gewinnung von Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich in den Wahllokalen mitzuarbeiten.
Sie öffnen am Wahltag die Wahllokale, prüfen Wahlberechtigungen, geben Stimmzettel aus, achten auf die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl und zählen am Ende des Tages die abgegebenen Stimmen aus.
Was für die Wählerinnen und Wähler wenige Minuten dauert, bedeutet für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer einen ganzen Tag ehrenamtlicher Arbeit und damit einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren unserer Demokratie.
„Deshalb ist unser Dank keine bloße Floskel und auch keine Pflicht. Er ist ein Ausdruck aufrichtigen Respekts“, sagt Stadtwahlleiter Tobias Domnik-Schmidt. „Ohne die freiwilligen und ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer könnten Wahlen, wie sie durch Gesetze und Verordnungen geregelt sind, nicht durchgeführt werden. Die Willensbildung der Bürgerinnen und Bürger bliebe ohne das notwendige organisatorische Fundament.“
Dabei wird die Aufgabe nicht kleiner. Während die Zahl der Menschen, die sich politisch zur Wahl stellen, nicht geringer wird, ist es zunehmend eine Herausforderung, ausreichend Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich an der Durchführung von Wahlen beteiligen.
„Auch bei zukünftigen Wahlen sind wir deshalb auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen“, so Domnik-Schmidt weiter. „Jede und jeder, die oder der sich als Wahlhelfer engagiert, leistet einen unmittelbaren Beitrag dazu, dass demokratische Wahlen vor Ort funktionieren.“
Die Landtagswahl 2026 hat zugleich gezeigt, wie viele Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Eine hohe Wahlbeteiligung ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Möglichkeit zur politischen Mitbestimmung wahrnehmen.
Doch Demokratie beginnt nicht erst mit dem Einwerfen des Stimmzettels in die Wahlurne.
Demokratie braucht Menschen, die wählen. Sie braucht aber ebenso Menschen, die dafür sorgen, dass gewählt werden kann.
Deshalb gilt unser Dank abschließend denjenigen, die am Wahltag meist hinter den Kulissen stehen und dennoch einen unverzichtbaren Teil des demokratischen Prozesses bilden:
Danke an alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer.
Für Ihre Zeit. Für Ihre Verantwortung. Für Ihr Engagement.
Und dafür, dass Demokratie vor Ort dank ihnen funktioniert.